Gemeindegeschichte der evangelischen Kirchengemeinde Scharnhorst (4)

1954 bis 1956

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Planung des Wiederaufbau der Kirche

Am 27.April 1954 besuchte der Vorstand des Gesamtverbandes der evangelischen Kirchengemeinde des Kirchenkreises Dortmund die Gemeinde Scharnhorst. Grund des Besuches war eine Ortsbesichtigung zur Feststellung, in welcher Weise der dringend notwendig gewordene Wiederaufbau der zerstörten Kirche angefasst werden sollte. Die Seelenzahl war um diese Zeit schon auf über 4.000 angewachsen. Für den gesammtem Gemeindedienst standen nur die Räume der Schweizer Barackenkirche von 7*16 m , und zwei kleine 15 und 9 qm zur Verfügung. So war der baldige Wiederaufbau der Kirche eine nicht mehr zu umgehende Notwendigkeit  geworden. Auf Vorschlag des Gesamtverbandes wurden Verhandlungen mit der Darlehens-genosssenschaft der westf. Inneren Mission in Münster und mit der "Vorsorge" Lebensversicherungs-Akt.-Ges. wegen Beschaffung von Darlehen aufgenommen. Mit einem Schreiben der Darlehensgenossenschaft vom 15.4.1955 wurde ein Darlehn von DM 100.000,-- mit folgenden Bedingungen zugesagt. Zinssatz mindestens 2 1/4% über Lom-bardsatz der Landeszentralbank, mindestens 6 1/4%, feste Annuität für Zins und Tilgung von vierteljährlich DM 3.375,-

Am 29.April 1955 wurde auch von der "Vorsorge" Lebensversicherungs-A.G. ein Darlehn in Höhe von DM 25.000,- zu 6% Zinsen und 1/2% Verwaltungskostenbeitrag, jährliche Tilgung 2% zuzüglich der durch die fortschreitende Tilgung ersparten Zinsen mit einer Aus-zahlung von 98%, für 10 Jahre unkündbar, zugesagt. Für beide Dar-lehn wurde die Genehmigung zur Aufnahme bei dem Landeskirchenamt und dem Gesamtverband Dortmund beauftragt. Die erfolgte lt Urkunde für DM 100.000,- am 11 Juni 1955 und für DM 25.000,- am (Datum fehlt)

Die Gemeinde Scharnhorst konnte aus eignen Mitteln DM 30.000 ,- zur Finanzierung besteuern. Mit diesen DM 155.000,- war der Anfang des Wiederaufbaus in erreichbare Nähe gerückt. Der Gesamtverband sagte ebenfalls seine finanzielle Hilfe zu. Mit der Vorplanung des Wie-deraufbaus der Kirche wurde der Architekt Egon Schickentanz aus Dortmund-Kurl beauftragt. Herr Schickentanz hat in der Folgezeit die verschiedensten Entwürfe angefertigt. Die Planungen wurden mit dem Herrn Baurat Nau vom landeskirchlichen Bauamt laufend bespro-chen und wenn nötig geändert verbessert. Die am 23. Januar 1956 dem Presbyterium und dem landeskirchlichen Bauamt vorgelegt Pla-nung fand die freudigste Zustimmung aller bei der Beurteilung Beteilig-ten. Die nährer Baubeschreibung ist aus der nachfolgend abge-schriebenen Urkunde , die am 25.Juli 1956 mit der wieder aufgefun-denen vom 18.Juni 1911 in dem erhalten gebliebenen Grundstein eingemauert wurde, zu ersehen.


Urkunde

über den Wiederaufbau der am 23.Mai 1943 durch einen Bonmbenangriff zerstörten Auferstehungskirche.
Wir stellen den Wiederaufbau unter das Wort aus dem Propheten Amos, Kapitel 9, Vers 11:
"Ich will die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten, und ihre Lücken verzäunen, und was abgebrochen ist, wieder aufrichten, und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist."

Gelobt seist Du, Herr, Gott unserer Väter, ewiglich. Du herrschest über alles im Himmel und auf Erden. In Deiner Hand stehet Kraft und Macht. Du hast uns im gerechten Gericht niedergeworfen und richtest uns nun wieder auf. Deine Gerechtigkeit ist wie der Tau, der die Erde und alles, was darauf lebt, erquickt. Alles, was wir nun zugerichtet haben, Dir ein Haus zu bauen, ist von Deiner Hand gekommen. Das erkenne wir wohl. Herr, bewahre solchen Sinn und solche Gedanken in unseren Herzen und in den Herzen unserer Nachkommen. Schenke uns viel treue Helfer und Mitarbeiter, die be-reit sind, Deinen Willen zu tun. Laß alles gelingen zu würdiger Vollen-dung und bewahre die Männer, die an Deinem Hause bauen, vor Unfall und Gefahr. Laß uns stets daran denken, daß wir dein Tempel sein sollen. Sei uns gnädig, Herr, der Du uns erlöst hast durch Jesus Christus. Amen.

Die im Jahre 1911/12 erbaute Auferstehungskirche wurde im zweiten Weltkrieg in der Nacht vom 23. zum 24 Mai 1943 durch einen alles vernichteneden Bombenangriff zerstört. Gleichzeitig wurden auch das Pfarrhaus und der daran angebaute Gemeindesaal vollkommen dem Erd-boden gleichgemacht. Die Kirche war für die Abhaltung von Gottesdiensten unbrauchbar geworden. Das Kirchenschiff und der  Turm brannten bei diesem Angriff aus. Bei einem weite-ren Angriff im Jahre 1944 zerstörten Sprengbomben 17 Meter des Kirchen-schiffes einschließlich des Chorraumes. Unserer Gemeinde wurde nach dem ersten Angriff die noch unbeschädigte katholische Kirche für die Abhaltung der Gottesdienste freundlichst vom Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde zur Verfügung gestellt . Am 26. Januar 1945 wurde aber auch diese durch einen Bombenangriff zerstört. Von diesem Augenblick an konnten gottesdienstliche Ver-anstaltungen nur noch in einigen Häusern, die einigermaßen erhalten waren, stattfinden.

Als im April 1945 der Kriegslärm verstummte, war von dem schönen Gotteshaus nur noch eine Ruine übriggeblieben. Der Turm war in seinem Mauerwerk erhalten. Das dieser aber mit seinem hochaufragendem Nauerwerk und den noch im stark beschädigten Glockenstuhl hängenden 2 Glocken durch Witterungseinflüsse sehr gefährdet war, beschloß das Presbyterium in der Sitzung am 8. August 1951, den Turm durch ein Satteldach abzudecken. Diese Arbeiten wurden im Jahre 1952 durchgeführt. Näheres darüber ist der im Lagerbuch ste-henden Gemeindegeschichte und der dort als Abschrift begefügten Urkunde über den Wiederaufbau des Turmes nachzulesen.

In den ersten Jahren nach dem Kriege wurden die Gottesdienste zu-erst in der Wambelerholzschule und später im Gesellschaftsraum des der Harpener-Bergbau-A.G. gehörenden "Krug zum grünen Kranze" abgehalten. Der erste Gottesdienst nach dem Kriege  war am 12. August 1945. Am 12. Juli 1946 erreichte uns die freudige Nachricht.:"Wie auf der letzten Synodalbeauftragtensitzung bekanntge-geben wurde, hat das Exekutivkommitte des Hilfswerkes der Evangeli-schen Kirche in Deutschland in einer Sitzung am 19. Juni 1946 beschlossen, eine Holznotkirche nach Westfalen zu geben. Diese Not-kirche wird auf Grund der errechneten Dringlichkeitsstufe hiermit Dortmund zugewiesen." Die Synodalstelle des Evangelischen Hilfswerkes beschloß dann, diese Kirche der Evangelischen Kirchenge-meinde Scharnhorst zu geben. Es war eine Barackenkirche und ein Geschenk des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf.

Die Grundsteinlegung zum Aufbau dieser Kirche war am Pfingstfest, dem 25.Mai 1947, vier Jahre nach der Zerstörung der Auferstehungs-kirche. Am 12. Oktober 1947 wurde sie durch Herrn Superintendent Heuner eingeweiht und der Gemeinde für ihren Dienst übergeben. Mit diesen Tag hatte Scharnhorst wieder einen eigenen Gottesdienstraum.

Am 20. August 1950 war in einer Gemeindeversammlung die Gründung eines Kirchbauvereins beschlossen und von den versammelten Männern und Frauen angenommen worden. Der Verein nahm seine Tätigkeit durch Werbung von Mitgliedern auf. Durch das Opfer von monatli-chen Beträgen der Mitglieder konnte im Jahre 1952 der beachtliche Be-trag von 4.500 DM zum Wiederaufbau des Turmes als Beihilfe dem Presbyterium übergeben werden. Die Gesamtkosten für den Wiederauf-bau des Turmes belaufen sich auf DM 13.854,17. Davon hat die Gemeinde DM 8.354,17 aufgebracht. Durch weitere Beihilfen des Herrn Regierungspräsidenten in Höhe von DM 4000, der Landeskirchenleitung  in Höhe von DM 1000,- und der Harpener-Bergbau-A.G. in Höhe von DM 500,- wurde die Finanzierung gedeckt. Durch weiteres Entgegenkommen der Harpener-Bergbau-A.G. unter der besonderen Befürwortung von Herrn Betriebsinspektor Dreibholz wurde der Gloc-kenstuhl ganz erneuert. Als zweite und schwierigste Aufgabe stand uns nun noch der Wiederaufbau des Kirchenschiffes mit dem Chorraum bevor. 17 Meter des Kirchenschiffes waren noch erhalten. Die Bausumme  für diesen Wiederaufbau konnte jedoch die Gemeinde nicht aus eigenen Mitteln und Beihilfen des Kirchbauvbereins aufbringen. So mußte bis zum Beginn der Wiederaufbauarbeiten noch ein weiter Weg zu-rückgelegt werden. Das Presbyterium wandte sich darum in ei-nem Schreiben vom 19. Januar 1954 mit der Bitte an den Gesamtverband, unsere Kirchengemeinde bei der Verteilung von Wie-deraufbaumitteln zu berücksichtigen. Durch den Neubau von Siedlungen wurde der Wiederaufbau der Kirche eine nicht mehr zu umgehende Notwendigkeit. Dem Gesamtverband wurde auch die Bitte unterbreitet, durch eine Ortsbesichtigung ein klares Bild von dieser Notwendigkeit zu verschaffen. Diese Besichtigung fand auch am 27.April 1954 statt. Die anwesenden Mitglieder des Vorstandes vom Gesamtverband und der Finanzkommission sahen die Dringlichkeit dieser Arbeiten ein und machten den Vorschlag, die Notkirche auf ein neu zu erwerbendes Grundstück umzusetzen und mit Aufräumungs-arbeiten am zerstörten Kirchenschiff zu beginnen. Gleichzeitig wurde der Vorschlag des Presbyteriums, bei der Lebensversicherung "Vorsorge" und bei der Darlehensgenossenschaft der Westfälischen Inneren Mission in Münster i.W. je ein Darlehn zu beantragen, vom Gesamtverband befürwortet.
In der Sitzung  des Presbyteriums vom 12.Mai 1954 wurde Planung und Ausführung der kirchlichen Bauten dem Architekten Herrn Egon Schickentanz, Dortmund Kurl, übertragen. Nach einem Kostenvoran-schlag beläuft sich die Bausummme am DM 255.000,-.
In den darauffolgenden Monaten wurden die Verhandlungen mit der Harpener Bergbau-A.G. wegen der Grundstückserwerbung geführt,. Mit der "Vorsorge" und der Darlehnsgenosssenschaft der Westfälischen Inneren Mission wurden Verhandlungen wegen Aufnahme von Darlehen eingeleitet. Die Lebensversicherung "Vorsorge" gab der Gemeinde ein Darlehen in HÖhe von DM 25.000,- und die Darlehnsgenossen-schaft der Westfälischen Inneren Mission ein solches in Höhe von DM 100.000,-. Die Kirchengemeinde kann aus der Beihilfe des Kirchbau-vereins und aus eigenen Sammlungen den Betrag von DM 30.000,- zu der Finanzierung beisteuern. Die Restsumme von DM 100.000,- will der Gesamtverband aus der ihm zur Verfügung stehen-den Wiederauf-bauhilfe decken. Somit ist die Finanzierung gedeckt.
Da die Harpener Bergbau-A.G. das im Westen an den Kirch- (Seite 118) platz anschließende 2344qm große Grundstück nur im Austausch der Kirchengemeinde überlassen konnte, trat das Presbyterium an die Kirchengemeinde Derne mit der Bitte heran, der Scharnhorster Gemeinde ein wenn auch kleineres Grundstück zu überlassen. Das Presbyterium Derne beschloß in der Sitzung vom 24. November 1954 der Gemeinde zwei im Schellenkai gelegene Grundstücke von insge-samt 807m² im Kaufvertrag zu überlassen. Der Tauschvertrag mit der Harpener Bergbau-A.G. kam zustande. Die Notkirche konnte jetzt auf das neu erworbene Grundstück umgesetzt und mit den Aufräu-mungsarbeiten und den Abbrucharbeiten an der zertstörten Kirche begonnen werden.
Inzwischen hatte der Architekt Herr Schickentanz manchen Entwurf für den Wiederaufbau der Kirche zu Papier gebracht. Der in der Sitzung vom 23. Januar 1956 vorgelegte Entwurf fand einstimmig die Zustimmung aller Mitglieder. Ebenso stimmte auch das landeskirchli-che Bauamt der Kirche von Westfalen dieser Planung zu.
Die Kirche ist in der Nord-Südachse errichtet. Vom südlichen Hauptportal betritt man durch den Windfang im Turm das Kirchens-schiff, an das sich , um sechs Stufen erhöht, der Apsisanbau in seiner Rundform anschließt. Die Pfarrer -und Presbytersakristei sind dem Chorbau nach Westen vorgegliedert, desgleichen ein Neben-ausgang, durch den die Presbytersakristei erreichbar ist. Unter dem Chorraum ist im Keller ein geräumiger Jugendraum mit den er-forderlichen Nebenräumen wie Flur, Garderobe, Toilette unterge-bracht, die von außen her zugänglich sind. Ein weiterer Raum kann zur Aufstellung eines Heizkessels sowie zur Unterbringung des Heizmaterials genutzt werden. In Anlehnung an den erhalten geblie-benen Turmbau werden die äußeren Fassaden mit Klinkerverblendung versehen.

Im Februar wurden die Ausschreibungen für die Maurer- und Zimmer-arbeiten an verschiedene Firmen von Dortmund und  Lünen gegeben. In der Sitzung des Presbyteriums vom 16. März 1956 wurden die Betonierungs-und Maurerarbeiten der Baufirma August Wettermann in Scharnhorst und die Zimmerarbeiten der Firma Franz Stammer in Lünen übergeben.

Nun konnte der Wiederaufbau beginnen. Allerdings wurden diese Arbeiten noch einmal durch unvorhergesehene Schwierigkeiten gestört. Bei den Ausschachtungsarbeiten für das Fundmanent des Chorraumes stießen wir auf einen zugeschütteten Bombentrichter. Das Erdreich war an dieser Stelle derart zerrissen, daß die Betonierungsarbeiten völlig umgestellt werden mußten. Der Bombentrichter mußte bis auf festen Boden ausgehoben werden. Um einen Verstärkungspfeiler und eine Grundplatte von rund 58 cbm Kiesbeton mit Stahleinlagen einbringen zu können. Als zusätzliche Armierung wurden 7,5 t Stahl verbraucht. Diese Arbeiten, einschließlich der statischen Berechnungen und Ausführungsarbeiten für die Stahlbetonkonstruktion, verursachten einen Mehrbetrag von DM 20.000,-. Der Gesamtverband hat diesem Mehraufwand zugestimmt. Nach Behebung dieser Schwierig-keiten konnte dann der Wiederaufbau endlich am 16. Mai 1956 beginnen.

Diese Urkunde soll den späteren Generationen Kunde geben von dem Willen der Gemeinde, das zerstörte Gotteshaus wieder aufzubauen. Von einer besondern Feier der Grundsteinlegung nimt die Gemeinde Abstand. Die Urkunde wird mit der wiederaufgefundenen vom 18. Juni 1911 in dem erhaltengebliebenen Grundstein, der von dem Steinmetzmeister Willi Farke in Brackel neubearbeitet wurde, eingemauert. Die Einfügung des Grundsteines auf der westlichen  Seite des Kirchenschiffes wurde am 25.Juli 1956 vorgenommen.
Unsere Bitte zu unserem Vater im Himmel ist: Herr, unser Gott, führe Du uns nun selbst den Bau. An Deinem Segen ist alles gele-gen. Wir wollen mit dem Sänger des Psalm 127, Vers 1 sprechen: "Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen." Herr segne die ganze Gemeinde, daß in der neuen Kirche allein Dein Heiliger Name genannt wird durch die Ver-kündigung der frohen Botschaft Deines Sohnes, unseres Heilandes. Jesus Christus sei der Herr und König auch in  der Scharnhorster Gemeinde. Amen.

Scharnhorst, den 14. Januar 1961
Das Presbyterium und die Baukommission
Heitkamp, Sternal, Leppinger,Wagner, Schmidt,
Gumin,Gollnik,Wutzke,Stork, Moser.



Weitere Arbeiten wurde an folgende Firmen vergeben:
Dachdeckerarbeiten:Fa.Johann Czychon, Do-Brackel
Gestühl, Fenster und Türen: Fa. Emil Ligge, Do-Aplerbeck und Fa.Felix Kattewski,Do-Scharnhorst
Installation und Klempnerarbeiten: Fa. Hubert Schwinning, Do-Scharnhorst
Elektro-Installation einschl. der Umbrathermheizung: Fa.Ewald Birkner, Do-Derne
Altar, Kanzel ,Emporenbekleidung: Fa. Heinrich Munstermann & Co, Do-Somborn
Verglasung der Fenster: Fa. Heinrich Töllner, Do,
Bodenbelag im Kirchenschiff: Lippe-Beton GmbH,Brambauer
Bodenbelag, Wandfliesen in den Jugendräumen  und sanitären Anlagen:Fa. Wilhelm Linnenbecker, Bad-Salzuflen
Bodenbelag auf der Empore, im Sitzungszimmer und in der Sakristei: Fa.Josephs & Co, Dortmund.
Die Holzdecke (Variantexplatte) wurde von der Fa. Stammer nach dem Entwurf des Architekten montiert.
Die Fensterverglasung im Langschiff wurde in Danziger  Antikglas ausgeführt. Die 7 Chorraumfenster und 3 Fenster im Turm wurden nach den Entwürfen des Kunstmalers Hans Stawov ebenfalls von der Firma Töllner in Buntglas ausgeführt.

In den Monaten Februar und März 1956 wurde die Schweizer Notkirche, die bis zum Anfang des Wiederaufbaus zum Teil im zerstörten Kirchenschiff stand, auf das neuerworbene Grundstück umgesetzt. Nach fast zweijähriger Verhandlung mit der Harpener Berbau A.G. wurde das im Westen an den Kirchplatz angrenzende Grundstück erworben. In dankenswerter Weise überließ die evangelische Kirchengemeinde Derne der Gemeinde Scharnhorst zwei insgesamt 807qm große Grundstücke, die der Harpener Bergbau-A.G. als Tauschgrundstücke angeboten werden konnten. Jetzt konnte Harpen einige größere eigene Grundstücke, die sonst durch die kleinen , der Derner Gemeinde gehörigen, getrennt waren, zusammenlegen. Das gesamte Kirchengrunstück umfaßt nunmehr 7288 qm. Es ist jetzt Platz genug vorhanden um später einmal ein für die stetig anwachsende Industriegemeinde notwendig werdendes Gemeindehaus mit Kindergarten und dergleichen zu errichten.

Dortmund -Scharnhorst, den 14 Januar 1961

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